Soziale Folgen

Florian hatte viereinhalb Jahre nach dem Unfall seine Lehre als Elektromonteur abgeschlossen. Wegen der Unfallfolgen war dieser Beruf aber körperlich zu streng für ihn.

«Es ist aber brutal frustrierend, ich habe 150 Prozent von mir gegeben. Herausgekommen sind 50 Prozent Leistung.»

Florian musste sich neu orientieren und machte eine Weiterbildung zum Elektroplaner und –Zeichner. Konzentriertes Arbeiten ist für Menschen mit Schädel-Hirntrauma äusserst anstrengend, es zehrt an den Kräften.


Eine genaue Abklärung am Arbeitsplatz hat ergeben, dass Florian in 100% Anwesenheit nur etwa halb so viel leisten kann wie ein gesunder Angestellter.

Wenn ein Patient nach einem Unfall länger als ein halbes Jahr arbeitsunfähig ist, müssen die Versicherer abklären, ob dem Patienten eine Tätigkeit in einem anderen Aufgabenbereich zugemutet werden kann.