Persönlichkeit

Jeder Mensch hat bestimmte Persönlichkeitsmerkmale. Die Persönlichkeit bestimmt die Einstellung und das Verhalten, auch im Strassenverkehr, mit. Manche Menschen brauchen immer wieder «Kicks». Wer sich im Strassenverkehr riskant verhält, bringt aber andere und sich selber in Gefahr. Besonders gefährdet sind junge Männer.

Im Strassenverkehr gefährden sich junge Frauen weit weniger oft als junge Männer. Hingegen erleiden sie durchschnittlich ab etwa 16 Jahren, weil sie häufiger bei jungen Männern mit Führerausweis als Passagierinnen mitfahren, vermehrt Autounfälle. Junge Frauen gefährden sich, wenn sie im Verkehr ihre Absichten nicht deutlich genug kundtun und z.B. Handzeichen nicht geben. Somit haben andere Verkehrsteilnehmer keine Chance, ihre Absicht zu erkennen.

Quelle: Blick webTV

Die Verkehrspsychologin Jacqueline Bächli-Biétry hat in einem Interview im Tages-Anzeiger folgende Aussagen gemacht:

«Das Auto gibt mehr als jedes andere Verkehrsmittel auch Möglichkeiten zur Selbstdarstellung. Es ist, als ob man etwas Cooles anziehen würde, ohne sein Gesicht zeigen zu müssen. Eine Art von Ganzkörperhülle, mit der man seinen Status anzeigen kann. Es nervt vermutlich viele Leute, wenn andere mit Dreckschleudern oder riesigen Panzern mit getönten Scheiben durch die Stadt fahren. Zudem sieht man dort das Gesicht eines Fahrers kaum. Manche Fahrer nutzen diese Anonymität aus und verhalten sich aggressiver: Sie drängeln, nötigen oder überholen rechts.

In meiner praktischen Erfahrung als Verkehrspsychologin habe ich solche Beispiele erlebt. Manche ticken anders, wenn sie hinter dem Steuer sitzen. Oft waren es Leute, die im Alltag sehr zurückhaltend sind, im Auto dann aber äusserst aggressives Verhalten zeigen. Das hat wieder mit der Anonymität zu tun. Das Auto ist ein Ort, wo viele Frustrationen ihr Ventil finden können. Mit dem Velo ist dies weniger möglich, da wird man auch leichter erkannt.»

Manche ticken anders, wenn sie hinter dem Steuer sitzen

Interview mit Verkehrspsychologin Jacqueline Bächli-Biétry im Tages-Anzeiger

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