Medizinische Folgen

Nichts ist mehr gleich in Florians Leben seit dem 10. Januar. Ein unverschuldeter Unfall machte aus dem lebensfrohen Teenager einen schwer verletzten, ein Leben lang eingeschränkten Menschen. Geplatzte Träume und Schmerzen. Eine Unachtsamkeit zerstörte Florians Leben nahezu.

«Wär ich doch nur gestorben…»

17 Knochenbrüche, vier davon alleine am Schädel. Hirnprellung, Hirnquetschung, Hirnschwellung. Das Hirn schwillt stark an, eine Notoperation muss vorgenommen werden. Die Schädeldecke wird geöffnet und teilweise entfernt. Heute verschliesst ein Plastikeinsatz die Öffnung unter der Kopfhaut. Während Wochen liegt Florian im Koma und dann im Wachkoma. Die Ärzte kämpfen tagelang um sein Überleben. Von dieser Zeit weiss Florian nichts mehr: «Die ersten eineinhalb Jahre sind in meiner Erinnerung nur noch sehr verschwommen, wie in einem Nebel.»


Müdigkeit

Die Prognose nach einem Schädel-Hirn-Trauma hängt vom Ausmass der Hirnverletzungen ab. Bei leichten Hirnverletzungen (Hirnerschütterung) ist eine vollständige Erholung die Regel. Nach schweren Hirnverletzungen muss mit bleibenden Störungen von gewissen Hirnfunktionen gerechnet werden: Je nach betroffenen Hirnarealen können zum Beispiel folgende Symptome auftreten: Lähmungen (z.B. Halbseitenlähmung), Sprachstörungen, Gedächtnisstörungen, Sehstörungen, Verhaltensstörungen, Bewusstseinsstörungen (Störungen der Aufmerksamkeit bis Wachkoma). Auch können epileptische Anfälle auftreten.

Was ist ein Schädelhirntrauma?

Ein Schädelhirntrauma (SHT) ist eine Verletzung des Kopfes durch äusserliche Gewalteinwirkung, wobei Schädelknochen und das Gehirn betroffen sind. Dadurch können Gehirnfunktionen beeinträchtigt werden. Typische Anzeichen eines Schädelhirntraumas können unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Störungen oder Trübungen des Bewusstseins, Austreten von Flüssigkeit aus Ohren und Nase sein.